Eine weiße Wolke existiert völlig ohne Wurzeln, sie ist ein wurzelloses Ding und hat keine Heimat – oder ist im Nichts beheimatet. Und doch existiert sie. So ist das ganze Weltall – wie eine weiße Wolke – ohne jede Ursache, letztlich ohne Ursache. Es existiert. Es existiert als ein Mysterium. (…)
Eine weiße Wolke zieht dahin, wo immer der Wind hinweht – sie widerstrebt nicht, sie kämpft nicht. Eine weiße Wolke ist kein Eroberer, und doch schwebt sie über allem. Man kann sie nicht erobern, nicht besiegen – sie hat keinen Verstand, der erobert oder besiegt werden könnte (…)
Eine Wolke will nirgendwo hin. Sie treibt – treibt so entlang. Ihr gehören alle Richtungen, alle Dimensionen. Sie lehnt nichts ab. Alles ist, existiert, und wird vollkommen akzeptiert. (…)
Weisse Wolken sind mysteriös, sie tauchen plötzlich auf und vergehen wieder. Habt Ihr jemals daran gedacht, dass Wolken keinen Namen und keine Form haben? Ihre Form bleibt keine Minute gleich. Sie verändern sich und sind ein strömendner Fluss. Man kann eine Form hineinsehen, wenn man will, aber das ist dann Deine Projektion. Eine Wolke hat keine Form, sie ist formlos, eine Kontinuität im Werden, ein Dahinfliessen. Und so ist das ganze Leben - alle Formen sind Projektionen.
Als ich (noch) in meiner ersten Ursache stand, da hatte ich keinen Gott, und da war ich Ursache meiner selbst. Ich wollte nichts, ich begehrte nichts, denn ich war ein lediges Sein und ein Erkenner meiner selbst im Genuß der Wahrheit. Da wollte ich mich selbst und wollte nichts sonst; was ich wollte, das war ich, und was ich war, das wollte ich, und hier stand ich Gottes und aller Dinge ledig. Als ich aber aus freiem Willensentschluß ausging und mein geschaffenes Sein empfing, da hatte ich einen Gott; denn ehe die Kreaturen waren, war Gott (noch) nicht »Gott«: er war vielmehr, was er war. Als die Kreaturen wurden und sie ihr geschaffenes Sein empfingen, da war Gott nicht in sich selber Gott, sondern in den Kreaturen war er Gott...
Wenn einer mich nun fragte, was denn aber das sei: ein armer Mensch, der nichts will, so antworte ich darauf und sage so: Solange der Mensch dies noch an sich hat, daß es sein Wille ist, den allerliebsten Willen Gottes erfüllen zu wollen, so hat ein solcher Mensch nicht die Armut, von der wir sprechen wollen; denn dieser Mensch hat (noch) einen Willen, mit dem er dem Willen Gottes genügen will, und das ist nicht rechte Armut...
Wir haben gelegentlich gesagt, daß der Mensch so leben sollte, daß er weder sich selber noch der Wahrheit noch Gott lebe. Jetzt aber sagen wir’s anders und wollen weitergehend sagen: Der Mensch, der diese Armut haben soll, der muß so leben, daß er nicht (einmal) weiß, daß er weder sich selber noch der Wahrheit noch Gott lebe. Er muß vielmehr so ledig sein alles Wissens, daß er nicht wisse noch erkenne noch empfinde, daß Gott in ihm lebt...
Ich habe es (schon) oft gesagt, und große Meister sagen es auch: der Mensch solle aller Dinge und aller Werke, innerer wie äußerer, so ledig sein, daß er eine eigene Stätte Gottes sein könne, darin Gott wirken könne. Jetzt aber sagen wir anders. Ist es so, daß der Mensch aller Dinge ledig steht, aller Kreaturen und seiner selbst und Gottes, steht es aber noch so mit ihm, daß Gott in ihm eine Stätte zum Wirken findet, so sagen wir: Solange es das noch in dem Menschen gibt, ist der Mensch (noch) nicht arm in der eigentlichsten Armut. Denn Gott strebt für sein Wirken nicht danach, daß der Mensch eine Stätte in sich habe, darin Gott wirken könne; sondern das (nur) ist Armut im Geiste, wenn der Mensch so ledig Gottes und aller seiner Werke steht, daß Gott, dafern er in der Seele wirken wolle, jeweils selbst die Stätte sei, darin er wirken will, — und dies täte er (gewiß) gern...
Selbst wenn unsere Worte genau Und unsere Gedanken richtig sind, Entsprechen sie doch nicht der Wahrheit.
Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, Können wir über alles hinausgehen, Wer Sprache und Denken nicht zurücklassen kann, Wie kann der den WEG verstehen?
Es sagte jemand zu Meister Liä Dsï: »Wie kann der Meister die Leere so hochschätzen!« Liä Dsï sprach: »Die Leere braucht keine Hochschätzung. Es kommt nicht auf den Namen an. Nichts kommt der Stille, nichts der Leere gleich. Durch Stille, durch Leere findet man die Heimat, durch Nehmen und Geben verliert man seinen Ort. Wenn eine Sache verdorben und zerstört ist, und man fuchtelt nachher herum mit Liebe und Pflicht, so kann man sie nicht wieder gut machen.«
Im Bambusdickicht sitze ich verborgen, spiele die Qin, und summe mir ein Lied. Und nur der Mond besucht mich hier im stillen, da mich ja sonst kein Menschenauge sieht.
Fa-yen war mit Freunden unterwegs, um den Po-yang-See zu überqueren. Kaum hatten sie ihre Reise begonnen, gingen schwere Regenfälle nieder. Die Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten das Land. Deshalb nahmen sie vorübergehend Aufenthalt im Di-cang-Kloster am Westrand der Stadt Fu-zhou. Dabei nahm Fa-Yen die Gelegenheit wahr Gui-Chen aufzusuchen, der ihn fragte: "Wohin seid ihr unterwegs, mein Herr?" "Ich werde meine Reise zu Fuß längs der Strasse fortsetzen." "Was soll das sein, eine Reise zu Fuss?" "Ich weiß es nicht" "Nicht-Wissen ist das seinen Weg nehmen". Dadurch erfuhr Fa-yen Erwachen.
Es existiert nichts. Wenn doch etwas existieren würde, könnte es doch nicht erkannt werden. Wenn es erkannt werden könnte, könnte es doch nicht mitgeteilt werden.
Wissen wanderte nach Norden an die Ufer des Dunklen Wassers. Dort stieg er auf den Berg der Verborgenen Auffälligkeit und traf zufällig Blödes Nichthandeln. Wissen sagte zu Blödes Nichthandeln: „Es gibt da einige Fragen, die ich Euch gerne stellen würde. Durch welches Sinnen und welches Nachdenken können wir den ‘Weg’ erkennen? Wo muß man wohnen und wie muß man dienen, um sicher im ‘Weg’ gegründet zu sein? Von welchem Ausgangspunkt aus und mit welchen Mitteln können wir den ‘Weg’ verwirklichen?“ Er stellte diese drei Fragen, aber Blödes Nichthandeln antwortete nicht. Nicht nur, daß er nicht antwortete, er wußte nichts zu antworten. Da er mit seinen Fragen kein Glück gehabt hatte, ging Wissen wieder nach Süden bis zum Weißen Wasser. Dort stieg er auf den Berg Einsame Umgrenzung und bekam den Verrückten Stammler zu fassen. Wissen stellte dem Verrückten Stammler dieselben Fragen. „Aber ja“, sagte Verrückter Stammler. „Ich kenne die Antworten, und ich werde sie Euch verraten.“ Aber kaum hatte er begonnen zu sprechen, hatte er auch schon vergessen, was er sagen wollte. Da er mit seinen Fragen kein Glück gehabt hatte, ging Wissen zurück zum Kaiserpalast, wo er den Gelben Kaiser traf und ihm dieselben Fragen stellte. Der Gelbe Kaiser sagte: „Sinne nicht und denke nicht nach – erst dann magst du beginnen, sicher im ‘Weg’ gegründet zu sein. Habe keinen Ausgangspunkt und bediene dich keiner Mittel – erst dann magst du beginnen, den ‘Weg’ zu verwirklichen.“ Wissen fragte den Gelben Kaiser und sagte: „Du und ich, wir kennen die Antwort, aber jene zwei kannten sie nicht. Wer hat nun recht?“ Der Gelbe Kaiser sagte: „In Wirklichkeit hat Blödes Nichthandeln recht. Verrückter Stammler scheint recht zu haben, aber du und ich, wir liegen weit daneben und kommen an letzter Stelle. Also: ‘Der Wissende redet nicht; wer redet, der weiß nicht.’ [Daodejing, Kap. 56] Deshalb praktiziert der Weise ein Lehren ohne Worte.“ [...] Wissen sagte zum Gelben Kaiser: „Als ich Blödes Nichthandeln fragte, antwortete er nicht; nicht nur, daß er nicht antwortete, er wußte nichts zu antworten. Als ich den Verrückten Stammler fragte und der mir nicht antwortete, obwohl er gerade dazu angesetzt hatte, da hat er mir nicht nur nicht geantwortet, er hatte auch die Fragen schon vergessen, als er zu antworten begann. Als ich dich fragte, wußtest du die Antwort. Warum hast du gesagt, du lägest weit daneben?“ „Blödes Nichthandeln hatte in Wirklichkeit recht“, sagte der gelbe Kaiser, „weil er nicht wußte. Verrückter Stammler schien recht zu haben, weil er vergaß. Du und ich kommen als letzte und sind weit daneben, weil wir wissen.“ Der Verrückte Stammler hörte von dieser Antwort und hielt den gelben Kaiser deshalb für jemanden, der zu sprechen versteht.
Der Herr der gelben Erde wandelte jenseits der Grenzen der Welt. Da kam er auf einen sehr hohen Berg und schaute den Kreislauf der Wiederkehr. Da verlor er seine Zauberperle. Er sandte Erkenntnis aus, sie zu suchen, und bekam sie nicht wieder. Er sandte Scharfblick aus, sie zu suchen, und bekam sie nicht wieder. Er sandte Denken aus, sie zu suchen, und bekam sie nicht wieder. Da sandte er Selbstvergessen aus. Selbstvergessen fand sie.
"Den Weg lernen heißt, das Selbst lernen. Das Selbst lernen heißt, das Selbst vergessen. Das Selbst vergessen, heißt von allen Erscheinungen durchdrungen werden. Von allen Erscheinungen durchdrungen werden, heißt Leib und Geist des Selbst und Leib und Geist des anderen ausfallen lassen."
An einem abgelegenen Ort irgendwo im tiefsten China saß unter einem alten, knorrigen Baum ein alter Mann, dessen Gliedmaßen schon wie trockenes Holz zu sein schienen. Seine Haut war wie gegerbtes Leder und die Glut in seinen Augen war zu kalter Asche er- loschen. Da kam ein Arbeiter vorbei und fragte ihn: ,Du wartest hier sicher auf jemanden?‘ ,So ist es nicht.‘ ,Dann sitzt du hier vielleicht einfach nur so und erinnerst dich an die vergangenen Tage?‘ ,So ist es nicht.‘ ,Was um alles in der Welt machst du dann hier?‘ ,Sitzen und vergessen.‘
Ich weiss nichts. Ich bin total verloren. Das einzige, was ich immer gewußt habe, war, das ich nichts weiss. Immer wenn ich dachte ich weiss oder ich sollte wissen oder das jemand anderes sieht so aus als könnte er wissen, das, was am dominantesten war, war das Gefühl, daß ich nichts weiss. Als roter Faden, der sich durch die Geschichte "meines Lebens" zieht ist, daß da immer ein Gefühl von Verwirrung war, und von nicht wissen. Dann war da ein Heucheln von Wissen, Glauben und Hoffen, um das zu kaschieren. Das ist alles das Spiel des Lebens.
Das Leben wie es ist wiederzuerkennen , ist das Wiederzuerkennen, was immer war und immer sein wird: Nicht-Wissen. Absolutes unschuldiges nicht wissen. Im Nichtwissen ist kein Zweifel. Im Nichtwissen ist absolute Klarheit. Einfach das direkte Wiedererkennen von dem, was ist. Das ist, was ich bin. Ich bin das Leben selbst.
Setz dich hin. Leg deine Hände in den Schoß. Denk dir ein sinnloses Wort aus, das für dich angenehm klingt. Ich selbst mag zweisilbige. Wiederhole das Wort wieder und wieder, so lange, bist du wieder aufstehst und das Spiel beendest.
Was ist ein Mystiker? – Jemand, der keine Antworten weiß, jemand, der alle nur möglichen Fragen gestellt hat und herausgefunden hat, dass sich keine dieser Fragen beantworten lässt. Nachdem er das festgestellt hat, hat er das Fragen aufgegeben. Nicht dass er die Antwort gefunden hätte – er hat einfach nur festgestellt, dass es keine Antworten gibt.
Diese Freiheit ist das Wegfallen des lastenden Zwangs, eine Person sein zu müssen, die scheinbar zu wählen und zu entscheiden hat und deren Entscheidungen Folgen haben. Welch ein Aufatmen, wenn sichtbar wird, dass es all das gar nicht gibt - Wahl, Person, Trennung. Nichts, was du je getan hast, hat jemals zu etwas geführt, denn du hast niemals irgendetwas getan. Niemand hat je etwas getan, auch wenn es so aussieht, als wäre allerlei getan worden.
Nicht im Weg stehen zu wollen bedeutet, dass sie darauf warten, dass etwas phantastisches geschieht. Ein solches Warten verhindert aber die Möglichkeit, dass etwas geschieht. Ich erzähle ihnen das alles aus eigener Erfahrung. 49 Jahre lang habe ich einen Mann namens U.G. gesucht. Die ganze Kultur hat mich auf so eine Fährte gesetzt. Ich habe die toten Gurus ebenso ausprobiert wie die lebenden. Schließlich fand ich heraus,daß die Suche sinnlos war, das "ich selbst der Feind war". Daraufhin wurde das ganze Wissen und die Suche, die es erzeugte, vollständig aus meinem System geworfen.
All diesen [Selbstverbesserungs-]Konzepten ist gemein, dass willentlich eine unangenehme Seite der eigenen Person eliminiert werden soll. Warum funktioniert das alles nicht? All diesen Strategien zur Selbstverbesserung lastet im Grunde dasselbe Manko an: Da ist zunächst ein Ich, welches das Ich verändern möchte. Da sind also auf einmal zwei Ichs (mindestens). Welches der beiden Ichs ist nun das, auf welches wir uns als »unser persönliches Ich« berufen? Ist es das führende Ich, welches weiß, wo es langgeht, oder ist es das geführte Ich, welches die Hilfestellung benötigt? Und überhaupt: Woher kennt das eine Ich den Weg, wenn das andere nichts davon weiß? Bin ich jetzt eigentlich Subjekt oder Objekt? Oder anders gefragt: Wenn ich doch weiß, wo es hingehen soll (Toleranz, Hingabe etc.), warum bin ich dann nicht schon längst dort? Was hindert mich, wenn ich mich doch als freies Wesen sehe?
Betrachtet man die Motive der Selbstverbesserung genau, dann erkennt man, dass es hier im Grunde um die Zügelung oder gar Eliminierung des persönlichen Ichs, mithin des Egos geht. Das ist der eigentliche Kern der spirituellen Suche. Durch spirituelle Übungen soll der Störenfried Ich wenn nicht gänzlich überwunden, dann doch wenigstens an die Leine gelegt werden. Das bedeutet, dass das persönliche Ich, welches den Vorgang vom Konzept her betreibt, sich selbst aus dem Weg zu räumen versucht. Im übertragenen Sinn wird der Mörder mit seiner eigenen Hinrichtung betraut.
aus: Prof. Peter Pfrommer, "Die Entdeckung der Ichlosigkeit"
Für alles, was geschieht, muss das gesamte Universum zusammentreffen. Es ist falsch zu glauben, daß etwas Einzelnes ein Ereignis verursachen kann. Jede Ursache ist universell.
Das Leben ist ein System, daß auf Random gestellt ist. Das Ich oder das Leiden (zwei synonym zu verwendendte Begriffe) ist der Versuch, dem Random-Befehl Struktur und Sinn unterzuschieben. Wird dieser Versuch größer, bezeichet man ihn als Religion oder als Wissenschaft. Aber da ist nur das, was ist.
"Das ist das faszinierenste überhaupt: Daß das, was wartet, auf das wartet, das wartet. Daß das, was sucht, nach dem sucht, was sucht. Das ist so etwas wahnwitziges."
Die Neurowissenschaften weisen darauf hin, daß die Illusion von einem "Ich" durch eine biochemische Reaktion entsteht, Physiker weisen darauf hin, daß die Illusion von einem "Ich" durch subatomaren Austausch erscheint, die Illusion eines "Ichs" entsteht in der Sprache durch den Abstraktions/Transduktions-Prozess. Buddhistisch kann man das als bedingtes Entstehen bezeichnen. Oder um einen Schritt weiter zu schaun: Alles ist von allem abhängig, alles ist mit allem verbunden. Oder in der Radikalität eines Nagarjuna: es gibt keine Geburt und keinen Tod keine Fortdauer und kein Verlöschen keine Einheit und keine Vielheit kein Kommen und kein Gehen.
Alles ist andersherum. Erst ist die Entscheidung, erst dann entscheiden wir uns. Erst ist das Leben, dann leben wir. Erst ist der See, dann ist der Regen. Erst und dann sind eins. Und auch das ist alles noch verkehrt herum.
Was, wenn wir gelebt werden, wenn es das Leben ist, daß uns lebt und nicht wir, die das Leben leben? Ist es denn schlimm, ein Zombie zu sein? Ist es soviel besser, ein Zombie zu sein, und versuchen sich einzureden, daß man keiner ist? Aber auch das ist nur teil des Zombieseins. Aber freilich gibt es nicht so ein Ding namens Zombie. es gibt nur zombieisieren. Uaahhhhhhhhhhhh!
Irgendwann kommt das Große Erwachen und wir erkennen, daß dieses Leben in Wirklichkeit ein großer Traum ist... Dann gehen wir vollständig in umfassender Einheit auf. Wir passen uns vollkommen an alles an, was geschehen mag - und vollenden so die uns zugeteilte Lebensspanne.
Künstliche und aufgesetzte Disziplin hat keinen Zweck, die innere und natürliche Disziplin reicht. Aber was heisst das - innere Disziplin? Mit einem Wort: Akzeptanz - restlose Akzeptanz. Und Akzeptanz kann nur restlos sein, weil teilweises Akzeptieren ein Widerspruch in sich ist. Wenn du lebst - lebe! Wenn du stirbst - stirb! Wenn du leidest - leide! Und dann ist da kein Problem und keine Angst, und kein Schmerz - aber was für eine Freiheit.
ein Zenmeister wurde einst gefragt: Es ist so heiß! Wo sollen wir hin?
Der Meister fragte zurück: Warum nicht dahin, wo es weder kalt noch heiß ist?
Und wo wäre das?
Da lachte der Meister und sagte: Im Sommer schwitzen wir und im Winter zittern wir.
"Es gibt keine Methode, aber gäbe es eine, dann müsste sie im Wiederholen des Mantras "Hilflos, hoffnungslos, sinnlos" bestehen. Beim Rezitieren empfiehlt es sich im Auge zu behalten, daß niemand es macht. Es ist allerdings auch niemand da, der darauf achten kann."
Richard Sylvester
Das Mahamantra Nr. 1, sinngleich zu diesem, ist selbstverständlich "Einfältig".
Hui Tzu sagte zu Chuang-tzu:"Ich habe einen großen Baum von der Sorte, den die Leute "Stinkbaum" nennen. Sein Stamm ist zu knorrig und uneben, um eine Richtschnur daran anlegen zu können; auch sind seine Äste zu krumm und gewunden, um mit Zirkel oder Winkelmaß zu harmonieren. Du könntest ihn neben der Strasse aufstellen, und kein Zimmermann würde ein zweites Mal hinschaun. Auch seine Worte sind groß und unbrauchbar, und so verschmäht sie gleichermaßen jeder!" Chuang-tzu sagte: "Hast du etwa noch nie eine Wildkatze gesehen, die in geduckter Haltung lauert und auf Beute wartet? Sie springt und flitzt nach Ost und West, bedenkenlos hoch hinauf oder tief hinunter - bis sie in die Falle geht und im Netz verendet. Dann wiederum gibt es den Jak, groß wie eine Wolke, die den Himmel verdunkelt. Der versteht sich offensichtlich auf das Großsein; vom Rattenfang versteht er freilich nichts. Nun hast du diesen großen Baum und bist verstimmt, weil er unbrauchbar ist. Warum verpflanzt du ihn nicht ins Dorf Keine-Spur-von-irgendwas oder auf das Feld Weit-und-grenzenlos, entspannst dich an ihn gelehnt in Muße oder legst dich unter ihm nieder zu einem freien, unbeschwerten Schlaf? Nie werden Äxte sein Leben verkürzen, nichts kann ihm je etwas anhaben. Wenn er zu nichts zu gebrauchen ist, wie könnten ihm dann Kummer und Pein widerfahren?"
Setze zuerst den Fussballen auf, dann roll zur Ferse ab und roll wieder vor zum Fussballen, während du den anderen Fuss mit dem Fussballen aufsetzt. Peter Greb nennt das Godo, zu deutsch so viel wie "Geht doch". ;-)
Die Welt entstand durch die Silbe OM. Deshalb ist die Welt auch so einfältig. Oooooooooo ist Staunen und Mmmmmmmmmmmm? ist Fragen. Und dann wars auch schon wieder vorbei. Ein noch geheimerer Bericht besagt, dass Om lediglich das Gelächter war, aus dem alles am 1. April hervorging und wieder verschwand.
Lobe diesen vollkommenenen Moment Danke diesem vollkommenen Leben Vollkommenheit entsteht aus Vollkommenheit Vollkommenheit vergeht in VollkommenheitOM Einfalt Einfalt Einfalt
Am Anfang war das absolute Nichts. Dann verdichtete sich innerhalb dieses Nichtseins das Ich bin. Und eines Tages wird das Ich bin verschwinden, sich einfach auflösen in dieses Nichts hinein. Dann wird wieder das absolute Nichts herrschen.
Du bist Leben. Leben ist das Ganze, nicht irgendwelche konstruierten Teile. Leben ist ein Prozess, Leben ist ein Netzwerk. Leben ist Nicht-Wissen. Einfalt. Jeder Gedanke wäre nur eine Inszenierung des Lebens, nicht das Leben. Und das Leben bist du.
Erster Frühlingstag — blauer Himmel und strahlende Sonne. Alles wird allmählich frisch und grün. Mit meiner Bettelschale gehe ich langsam zum Dorf. Die Kinder sind überrascht mich zu sehen, Umringen mich freudig und bringen so Meinen Bettelgang am Tempeltor zu einem Ende. Ich lege meine Schale auf einen weißen Felsen Und hänge meinen Sack an den Ast eines Baumes. Hier spielen wir mit wilden Gräsern und werfen einen Ball. Eine Zeit lang spiele ich Fangen, während die Kinder singen; Dann wechseln wir. Bei diesem Spielen, hier und dort, habe ich völlig die Zeit vergessen. Die Vorübergehenden deuten auf mich, lachen über mich und fragen: »Was ist der Grund für solch Narrentreiben?« Ich gebe keine Antwort, verbeuge mich nur tief; Selbst wenn ich geantwortet hätte, würden sie mich nicht verstehen. Schau dich um! Da ist nur eins und das ist es!
Meditation ist nichts, was man tun kann, um etwas zu erreichen. Es ist eher ein Anvertrauen an die Einfalt. Hier die beliebteste Annäherung des Ordens:
Lege deine Hände in den Schoss.
Lausch eine Zeitlang dem Atem.
Dann lausche den Gedanken. Ihrem Klang, nicht dem Inhalt.
Dann lausche den dahinterliegenden Gefühlen. Ihrem Klang, nicht dem Inhalt.
Dann lausche den dahinterliegenden Körperempfindungen. Ihrem Klang, nicht dem Inhalt.
Diogenes von Sinope (ca. 412 - 324 v. Chr.) war ein bedürfnisloser, griechischer Philosoph. Es wird berichtet, dass Alexander der Große den in der Tonne wohnenden Diogenes besuchte und versprach, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Darauf antwortete Diogenes, er habe nur einen Wunsch, dass Alexander ihm aus der Sonne gehe.
Alle Er-scheinungen sind Schein. Das nennt man Ausfalt. Sie für Nicht-Schein zu halten, ist eine Fehlinformation. Nach dieser Fehlinformation zu leben, führt zu Leiden. Das nicht zu tun, nennt man Einfalt. Die einfältigste Methode ist, das Wort Einfältig zu wiederholen.
Die ist der offizielle Blog des wahren Ordens der heiligen Einfalt. Hier werden nach und nach die heiligen Lehren und Methoden veröffentlicht. Diese Lehren sind geheim. So du sie verinnerlichst, wirst du auch geheim sein. GEHEIMNIS DES GLAUBENS.